| Meine Entwicklung zum Unternehmer |
| Wie für alle von uns stand für mich nach der Wende die
Frage: Wie nun weiter ? |
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• Anfangs hatte ich das Glück in meiner Firma,
einem mittelständischen Unternehmen in Dresden mit anfangs 1.600 Arbeitnehmern
eine Entwicklungschance zu erhalten. In den Bereich Personalarbeit übernommen,
erhielt ich den Auftrag, nach den aktuellsten gesetzlichen und abrechnungstechnischen
Bestimmungen, die Lohn- und Gehaltsabrechnung neu aufzubauen.
Es galt ein neues Lohnprogramm einzuführen und die Personalunterlagen entsprechend zu
organisieren. Das Lohnprogramm wurde von der DATAC AG aus Passau zur Verfügung gestellt.
DATAC ist eine Franchise-Kette mit bundesweiten Franchisenehmern, wir wussten damals gar nicht,
was Franchise ist! |
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• Neben der täglichen Arbeit besuchten wir
Schulungen und Seminare, um uns mit den neuen Bestimmungen vertraut zu
machen. Nach und nach konnten wir unsere Arbeitnehmer in den vielen neuen Fragen des Alltags,
der ja nun ganz anders lief als zu DDR-Zeiten, immer besser
beraten. Durch die große Anzahl der Arbeitnehmer hatten wir es mit vielen
Sonderfällen zu tun und mussten durch den umfangreichen Personalabbau sehr
viele Probleme lösen, so dass wir dadurch bestens mit der Materie vertraut
wurden und keine Schulungen mehr besuchen mussten. Im Gegenteil, inzwischen
war ich soweit, dass andere Ratsuchend zu mir kamen und ich auch unser
Lohnprogramm schulen konnte. Hierdurch kam ich auf die Idee, ein eigenes
Büro als 2. Standbein zu eröffnen und damit Lohn- und Gehaltsabrechnung als
Dienstleistung für andere Betriebe anzubieten. Das DATAC-Franchisesystem
war dabei, in Bezug auf den Unternehmensauftritt und vor allem als zuverlässiger
Partner bei Programm- bzw. Computerproblemen, eine gute
Unterstützung. |
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• Meine Ausbildung als
Dipl.-Betriebswirt war für diese Selbstständigkeit eine gute Grundlage und
die zwei vergangenen Jahre gaben mir auch in betriebswirtschaftlicher
Hinsicht eine Basis für eine erfolgreiche Unternehmensführung. So fing ich
1992 nebenberuflich an, mir einen Kundenstamm aufzubauen. Anfangs ging es
nur langsam voran, aber nach und nach sprach sich der gute Service herum.
Viele der ersten Kunden habe ich heute noch. |
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• Im Vordergrund stand für mich immer der Service und
die Dienstleistung für den Kunden, die Hilfe für kleine und mittlere
Unternehmen, den täglichen Büroaufwand zu verringern und die Einhaltung der
Vorschriften bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung zu garantieren. Inzwischen
hatte ich auch den Baulohn in mein Angebot aufgenommen und konnte diesen
viel preiswerter anbieten als große Rechenzentren. Die Lohnrechnung im
Bauwesen ist kompliziert und aufwendig. Sie wurde damals von Baulohn-Rechenzentren
sehr teuer angeboten und so konnte ich auf diesem Gebiet einige Kunden gewinnen.
Im Laufe der Jahre hat sich das Dienstleistungsangebot meines Büro erweitert:
die Nachfrage nach Buchführung und betriebswirtschaftlicher Beratung von Existenzgründern
hat das Aufgabengebiet für meine Mitarbeiter und mich erweitert. |